Sportliche Herausforderung: World of Jumpers

„ I get up and nothing gets me down, [..], go ahead and jump, JUMP! “ (Van Halen, Song: „Jump“).

Mit diesem Ohrwurm und gleichzeitigem Motto im Hinterkopf durfte ich mir den Trampolinpark World of Jumpers anschauen und testen. Trampolinparks sind in Deutschland einer der größten Trends in den letzten Jahren und dieser Trend hat seit Ende Mai 2019 auch in Göttingen Fuß gefasst. Dort wurde nämlich die Trampolinhalle „World of Jumpers“ im Ortsteil Weende eröffnet. Im Gebäude der ehemaligen Soccer Arena wurde auf einer Fläche von zirka viertausend Quadratmetern ein Park mit zahlreichen Trampolinen, Parcours, Hindernissen und Spielmöglichkeiten gebaut.

Spaß und Action garantiert: World of Jumpers. Foto: Röhrdanz Fun + Fitness GmbH

Meine Kindheitserinnerungen an Trampoline sind die eintönigen Zehnerfeld-Trampoline im Urlaub, auf Campingplätzen oder in Freizeitparks, auf denen man für ein paar Euro für fünfzehn Minuten springen durfte. Als Kind war das der Wahnsinn, als Erwachsener denkt man nur noch, dass man das Geld besser hätte investieren können. Der Besuch bei World of Jumpers hat mich aber eines Besseren belehrt, denn hier bilden Trampoline nur einen Teil des Gesamtkonzepts. Das gesamte Areal der Halle besteht aus diversen Parcours, welche man schnellstmöglich überwinden muss. Beispielsweise Schaumstoffgruben, in denen man endlich mal seinen Salto trainieren kann, oder verschiedene Hindernisse, an denen man sich ordentlich austoben und wieder wie ein Kind fühlen kann. Ich muss zugeben, als junger Erwachsener hätte ich mich reifer fühlen müssen, aber ich war wirklich aufgeregt, als ich die Trampolinhalle das erste Mal betrat und alle Möglichkeiten sah, die sich mir boten. Aber allein wäre es nur halb so lustig gewesen, also habe ich meine Sandkastenfreundin Doreen eingeladen, mich durch den Park zu begleiten und mir mit Erfahrungen aus vorherigen Besuchen zur Seite zu stehen.

Das Unternehmen und der Standort Göttingen

Geführt wird der Trampolinpark von der Wolfsburger Röhrdanz Fun + Fitness GmbH. Geschäftsführer ist Dirk Winter, Projektleiterin ist Maria Rohde. Vor unserer Runde durch die Trampolinhalle hatten wir die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den beiden. Sie erzählten uns, dass das Familienunternehmen in der zweiten Generation geführt werde, jedoch wirke die dritte Generation auch tatkräftig mit, zum Beispiel als Protagonisten im Sicherheitsvideo, welches jeder Jumper angucken muss. Weiter erfahren wir, dass Göttingen als Standort ausgewählt wurde, weil die Hauptzielgruppe Studierende und Teenager seien, jedoch wurde ebenso viel für die Familientauglichkeit geplant. Ziel war es, einen Standort für World of Jumpers in Norddeutschland und in Niedersachsen zu etablieren. Die Wahl fiel darüber hinaus leicht, weil Göttingen mit der ehemaligen Soccer Arena eine ideale Halle bot, die per Bus, Fahrrad und Auto gut zu erreichen sei. Mittlerweile seien sechzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen der World of Jumpers beschäftigt. Weiteres motiviertes Personal werde noch gesucht, damit der Standort weiterwachsen kann. Zusätzliche Standorte seien für die nächsten Jahre geplant.

Sicherheit geht vor

Großgeschrieben: Die Sicherheitshinweise müssen beachtet werden. Foto: Doreen

 

Vor dem Start: Video mit Sicherheitsanweisungen. Foto: Doreen

Der wichtigste Aspekt, den man beim Überwinden der Hindernisse und beim Springen auf den Trampolinen beachten muss, ist die Sicherheit. Bevor Doreen und ich losspringen durften, wurden wir mittels eines Hilfevideos eingewiesen. Darin wurde uns jedes wichtige Detail bei den Hindernissen gezeigt und der richtige Umgang miteinander beim Springen erklärt. Ganz wichtig ist ebenso, dass man sich Sportkleidung mitbringt, denn man kommt sehr ins Schwitzen. Umkleidekabinen und Duschen sind vorhanden. Die Sprungfläche ist ausschließlich mit den vor Ort erhältlichen Socken zu benutzen. Weiterhin muss man vorher eine Haftungsausschluss- und Einverständniserklärung unterschreiben – oder unterschreiben lassen, sollte man noch nicht volljährig sein. Jugendliche unter zwölf Jahren dürfen nur auf die Fläche, wenn eine volljährige Aufsichtsperson dabei ist.

Auch an die Kleinen wurde gedacht

Kids World: Spaß und Action für die kleinen Gäste. Foto: Doreen

Kinder unter sieben Jahren dürfen die Jump-Fläche leider nicht benutzen. Für die ganz Kleinen wurde in einem Nebenareal aber ebenso ein beachtlicher Bereich gebaut, die Kids World. Hier können sich die kleinen Gäste auf tausend Quadratmetern an vielen Hindernissen und Kletterangeboten austoben, während man als Aufsichtsperson alles im Blick hat. Bei dem Anblick tat es mir im Herzen weh, zu alt dafür zu sein. Aufgefallen ist mir, dass in jedem Areal immer mindestens eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zur Verfügung stand, falls man Fragen hatte oder Tipps für Hindernisse brauchte. Ebenso gibt es eine Maximalauslastung an Springern auf der Jump-Fläche, was dazu führen kann, dass man an gut besuchten Tagen auch mal Wartezeiten einplanen muss.

Attraktionen für jedermann

Vorab sei gesagt, dass wir von vielen Stationen aufgrund der Persönlichkeitsrechte der dort springenden Personen kein Foto machen konnten. Die verschiedenen Stationen und Hindernisse wurden in Kooperation mit Eli Play entworfen, ein niederländisches Unternehmen, welches Spielanlagen entwirft und in der EU produziert. Die Einhaltung von EU-Normen bei den Attraktionen war für das Unternehmen wichtig. So findet man auf der Sprungfläche abenteuerliche Attraktionen wie den Bounce Parcours, auf dem man gegen die Zeit verschiedene Hindernisse überwinden muss. Beim Survival Jump gilt es, rotierende Schaumstoffbalken zu überspringen. In der riesigen Dodgeball-Arena wird das berüchtigte Spiel „Völkerball“ ganz neu interpretiert, da man nun auf Trampolinen den Bällen ausweichen kann. Auf der Tumbling Lane, einer fünfzehn Meter langen Trampolinbahn, kann man seine Flic-Flacs üben. Hier habe ich einen dreifachen Salto mit zwei Schrauben locker gestanden.

Saubere Landung: Hendrik auf der Tumbling Lane. Foto: Doreen

Dunking wie Michael Jordan

Höhenflug: Hendrik am Monster Dunk. Foto: Doreen

Weiterhin hat mir der Flying Dunk super gefallen und das war auch die erste Attraktion, die ich ausprobieren musste. Einmal im Leben wie Michael Jordan den Basketball durch den Ring schmettern und dabei zwei Meter hoch in der Luft sein. Hier konnte ich mein Können testen und es war auch genug Zeit, in der Luft noch etwas zu anzugeben.

Bei der Battle Beam hat man die Gelegenheit einen Freund oder eine Freundin zu einem Kampf herauszufordern. Konflikte kann man hier auf die altmodische Art lösen, indem man sich mit Schaumstoffbalken aus dem Gleichgewicht bringt. Der Zweikampf findet gefahrlos über einer Schaumstoffgrube statt. Doreen und ich wollten das natürlich ausprobieren und nach einem langen und blutreichen Kampf war ich tatsächlich siegreich. Bei einem Kampf zwischen Sandkastenfreunden gibt man eben alles. Okay, vielleicht habe ich gerade übertrieben, aber es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und mir einiges abverlangt.

Zweikampf: für den Verlierer geht’s beim Battle Beam in die Schaumstoffgrube. Foto: Doreen

Highlight: Der Ninja Parcours

Nur nicht den Boden berühren: Hendrik im Ninja-Parcours. Foto: Doreen

Manche der Attraktionen, wie den E-Jump Battle und den Bounce Parcours, konnten wir mangels Zeit nicht testen, also müssen wir wohl oder übel nochmal wiederkommen. Das Highlight des Tages war der Ninja Parcours, der neben der Jump-Fläche steht. Mit einer Kombination aus Kraft, Ausdauer und Koordination gilt es sich durch verschiedene Kletter- und Hangelhindernisse zu bewegen, ohne den Boden zu berühren. Welcher Ninja war schon auf dem Boden unterwegs? Geschäftsführer Dirk Winter wollte Doreen und mich auf ein Essen einladen, wenn ich den Parcours beim ersten Versuch schaffe. Da ich ein ehrgeiziger Typ bin, habe ich mich der Herausforderung gestellt. Und ich habe es natürlich nicht geschafft. Als edelmütiger Verlierer habe ich dann selbstverständlich meine Begleiterin auf ein Essen im großzügigen Gastronomiebereich eingeladen.

Trampolin-Sport macht Appetit: Doreen im Gastro-Bereich. Foto: Hendrik

Fazit und Empfehlungen

Unser Besuch in der World of Jumpers fand an einem Mittwoch in den Herbstferien statt. Dadurch war die Trampolinhalle sehr gut besucht und wir konnten nicht alle Attraktionen ausprobieren. Es ist sehr ratsam, seine Buchungen online zu tätigen, da so dafür garantiert werden kann, dass man nicht allzu lange Wartezeiten an dem jeweiligen Tag hat. Spontane Besucher müssen Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn viel Andrang herrscht, beispielsweise in den Schulferien.

Alles in allem muss ich sagen, dass Doreen und mir der Besuch bei World of Jumpers viel Spaß gemacht hat. Die verschiedenen Attraktionen boten uns tolle sportliche Herausforderungen. Für Familien gibt es passende Angebote, für Gruppen, Geburtstags- und andere Feiern sind Räumlichkeiten verfügbar. Wer also die sportliche Herausforderung sucht und seine Grenzen spielerisch austesten möchte, für den ist ein Besuch bei World of Jumpers Pflicht. Weitere Informationen gibt es auch bei Facebook und Instagram.

 

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